AKTUELLES

Kategorie: Umwelt- und Naturschutz / Renaturierung (Seite 1 von 3)

Fischtreppe am Graftwerk: Gemeinsam für den Artenschutz in Delmenhorst

Am 6. August 2026 vormittags waren Mitglieder des Vorstands mit der Stadt Delmenhorst, dem Ochtum-Verband und dem Fischereibiologen Dr. Jens Salva, an der Fischtreppe am Graftwerk. Ziel war es zu prüfen, wie die Fischtreppe verändert werden müsste, um die Durchflussgeschwindigkeit an dem Schott zu minimieren, damit unter anderem Flussneunaugen besser aufsteigen können.

Es wurde eine Barriere eingebaut, die anschließend wieder entfernt wurde. Ziel war es das Wasser oberhalb und unterhalb der Fischtreppe auf ein ähnliches Niveau zu bringen, um danach weitere Maßnahmen entwickeln zu können.

Das Projekt steht für den Erhalt und die Verbesserung der Strukturen und der Artenvielfalt, um den Lebensraum und die Fortpflanzung der Fische zu gewährleisten.

Salmonidensterben an der Hasberger Mühle / Delme

An der Delme (vor und hinter der Hasberger Mühle) wurden verendete Salmoniden entdeckt. Danke an alle Mitglieder und Bürger für die schnellen Meldungen! Unsere Gewässerwarte sind aktiv und arbeiten eng mit Fischereibiologen, dem Ochtumverband und der Stadt Delmenhorst zusammen.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:
Keine Gewässerverunreinigung: Ursache sind die extrem hohen Temperaturen und das warme Wasser vom vergangenen Wochenende.
Nur Salmoniden betroffen: Diese Fischart reagiert extrem empfindlich auf Wärme. Andere Arten und Gewässer sind nach aktuellem Stand wohlauf.
Kein Eingriff möglich: Da die Delme ein tideabhängiges Fließgewässer ist, kann im Gegensatz zu Stillgewässern nicht eingegriffen werden.

Wie geht es weiter? Wir bleiben in den nächsten Tagen vor Ort und führen weitere Untersuchungen durch. Wir haben den Sauerstoffgehalt und die Temperatur des Gewässers im Blick, die Werte sind momentan im richtigen Bereich. Zudem steht die Hochschule Bremen (Prof. Dr. Thomas Kleforth) an unserer Seite: Ein Team sammelt die Fische heute noch für genetische Analysen und Altersbestimmungen ein. Damit ist auch die Geruchsbelastung vor Ort schnell behoben.

Dass unsere jahrelgange Arbeit für den Salmonidenschutz so einen Rückschlag erleidet, tut weh. Wir hoffen, dass dies ein einmaliges Ereignis bleibt.

Danke für eure Unterstützung und Wachsamkeit!

Euer Vorstand

Monitoring der Hochschule Bremen in der Welse

Diese Woche war die Hochschule Bremen zum Monitoring bei uns im Tiergarten unterwegs. Es ist erfreulich, dass viele Jungfische von 5-8 cm in der Welse vorhanden sind. Auffällig war eine große Anzahl an Querder (junge Neunaugen), die sich anscheinend sehr wohl in der Welse fühlen. Wir freuen uns über diese gute Entwicklung in unserem Gewässer und danken der Hochschule Bremen für die gute Zusammenarbeit.

50 Kg Jungaale in unsere Gewässer ausgesetzt

Unter der Schirmherrschaft des Europäischen Aalförderprogramms haben unsere Gewässerwarte und ihr Team am Samstag, den 23. Mai 2026, insgesamt 50 kg Jungaale in die Delme, Welse, Heidkruger Bäke, Annenriede und in die Pultern ausgesetzt. Wir danken allen Beteiligten für ihre ehrenamtliche Arbeit!

Ochtum Stiftung – Besichtigung von möglichen Flächen zur Renaturierung

Am 04.05. hat sich die Ochtum Stiftung, dieses Mal zur Besichtigung von Flächen zur Renaturierung getroffen.

Bei der Begehung von Natur- und Gewässerlandschaften rund um die Ochtum, wurden im Bereich nördlich von Hasbergen einige Flächen der Stadt Delmenhorst in Augenschein genommen.
Dort befinden sich jeweils tief gelegene, zum Teil eingedeichte Bereiche, auf denen ohne großen Aufwand Maßnahmen durchgeführt werden könnten, um Auenstrukturen zu entwickeln. Diese würden wichtige zusätzliche Biotope für Fische, Amphibien und Insekten darstellen. Mit den nächsten Arbeitsschritten geht es um Verhandlungen, die Genehmigungen und Planungen zu den möglichen Renaturierungsmaßnahmen.

Die Stiftung Natur- und Gewässerlandschaft Ochtum setzt sich zusammen aus Mitgliedern und Mitarbeitern des Angelfischerverbandes Weser-Ems, des Fischereivereins Delmenhorst, des Sportfischervereins Bremen-Stuhr, des Landesfischereiverbandes Bremen und des Bremer Flughafens. Der Flughafen hat die Stiftung mit den notwendigen finanziellen Mitteln ausgestattet.

Das Projekt „Wollhandkrabbe“ geht weiter

Das Alfred Wegener Institut hat am 20. April 2026 wieder Röhrenfallen für Wollhandkrabben platziert, dieses Mal im Ochtum Altarm. Diese Fallen werden regelmäßig kontrolliert und dienen dazu, die Zuwanderung von Wollhandkrabben im Frühstadium zu erforschen.

Smolts in die Delme ausgesetzt

Am 21. April 2026 haben wir in Besatzgemeinschaft mit dem Fischereiverein Twistringen 2.000 sogenannte „Smolts“ aus dem dänischen Zentrum für Wildlachs in die Delme ausgesetzt.

Seit vielen Jahren engagiert sich der Fischereiverein Delmenhorst mit Unterstützung des Angelfischereiverbandes im Landesfischereiverband Weser-Ems bei diesem Programm. Ziel ist es, die Wiederansiedlung der Lachse in unseren Gewässern voranzubringen.

Petri!

Treffen an der Fisch-Aufstiegsanlage am Graftwerk

Am 14. April hatten wir ein Treffen mit der Stadt und dem Ochtumverband an der Fisch-Aufstiegsanlage am Graftwerk.
Ziel ist es den Durchfluss zu optimieren und die Stauklappen entsprechend zu justieren. Somit soll gewährleistet werden, dass die Wanderfische eine gute Auf- und Abstiegsmöglichkeit in die Delme haben.

Zweite Sitzung der Stiftung Natur- und Gewässerlandschaften Ochtum

Foto von: Henning Stielke

Am 8. April trafen sich die Mitglieder der Stiftung Natur- und Gewässerlandschaften Ochtum im Vereinsheim des Sportfischervereins Bremen-Stuhr zu ihrer zweiten Sitzung. Es wurden Flächen ins Auge gefasst, an denen Retaturierungsmaßnahmen durchgeführt werden könnten. Dazu wird es in Kürze Begehungen geben, um die Bereiche genauer einschätzen zu können. Die Vegetationsperiode soll dann genutzt werden, um die nötigen Vorbereitungen zu treffen, so dass zum Winter hin erste Maßnahmen durchgeführt werden können.

Der Vorstand und Kuratorium der Stiftung setzen sich zusammen aus Mitgliedern des Angelfischerverbandes Weser-Ems, des Fischereivereins Delmenhorst, des Sportfischervereins Bremen-Stuhr und des Bremer Airports.


Allgemeine Informationen

Vereins-Mobilnummer für Fragen

Unter der Vereins-Mobilnummer könnt Ihr den 1. Vorsitzenden Timm Najdowski fast immer erreichen.

Wenn Ihr Fragen, Probleme oder einfach mal eine tolle Fang-Meldung habt, meldet Euch! Auch über den Messenger „WhatsApp“.

Wenn Ihr die Nummer abspeichert und den Messenger auf dem Smartphone habt, schreibt Timm eine Nachricht mit Eurem Namen. Wenn Timm Euch dann ebenfalls in den Kontakten speichert, bekommt ihr über WhatsApp „Statusmeldungen“ auch direkt aktuelle News.

 Die Nummer lautet: 0176/21597990

Bei Problemen am Gewässer, bitte immer die Fischereiaufsicht anrufen!

Telefon: 0176 / 47110008


Hinweise aus der Gewässerordnung

Vor und nach dem Angeln hat der Angelplatz sauber auszusehen. Der / die Angler/in ist verpflichtet, vor und nach dem Fischen den an seinem Angelplatz herumliegenden Unrat einzusammeln und mitzunehmen.

Beim Angeln ist zu allen Sportbooten und Steganlagen ein Mindestabstand von 20 m einzuhalten.

Am Ochtum-Altarm ist das Zelten, auch mit sogenannten Karpfenzelten, untersagt. Erlaubt ist ein Angelschirm. Beispiele hierzu seht ihr auf dem Bild des Beitrags. Es dürfen am Tag nur 3 Brassen entnommen werden. Das Angeln von der Brücke ist allgemein auch untersagt.

Wichtige Zusatzinformation für den Ochtum-Altarm: der Parkplatz des SCO darf nicht befahren werden!