AKTUELLES

Kategorie: Umwelt- und Naturschutz / Renaturierung (Seite 1 von 2)

Treffen an der ehemaligen Aal-Aufstiegsanlage am Mühlenstau

Am 27. Februar 2026 trafen wir uns mit dem Ochtumverband und Mitarbeitern der Hunte-Wasseracht am Mühlenstau in Hasbergen. Unser Ziel ist es, die bei einem Hochwasser zerstörte Aal-Aufstiegsanlage zu erneuern. Es wurden sehr gute und konstruktive Gespräche geführt.

Wir sehen das Projekt als weiteres Ziel der guten Vereinsarbeit des Delmenhorster Fischereivereins, um die Hege und Pflege des Fischbestandes in unseren Gewässern zu fördern und zu erhalten.

Insgesamt 80.000 Meerforellen-Brütlinge in Fließgewässer eingesetzt

Auch an diesem Wochenende haben wir Meerforellen-Brütlinge aus der Aufzuchtstation in Oldenburg besetzt. Damit ist die Arbeit getan.

In dieser E-Fischer-Saison hat unser Gewässerwarte-Team um die 100.000 Eier in die Aufzuchtstation gebracht. Dort wurden sie ausgebrütet, und mit dem heutigen Tag haben wir insgesamt 80.000 Meerforellen-Brütlinge in unsere Flusssysteme Delme, Welse und Dummbäke zurückgesetzt.

Danke an die Ehrenamtlichen, die sich dieser Arbeit – dem Fortbestand der Meerforellen und Lachse – verschrieben haben und sie in vielen Stunden ausüben.

Informationen zum Elektrofischen:
Elektrofischen Informationen (PDF)

Wollhandkrabbe

Foto von Helmut Seger über Wikipedia

Gestern haben wir uns mit Paul Helmert und Oliver Hauck vom Alfred Wegener Institut aus Bremerhaven getroffen. Die beiden Umweltwissenschaftler haben am Weserwehr in Bremen, ein bis dato einmaliges Vorhaben auf den Weg gebracht. Die Bekämpfung der Wollhandkrabbe.

ZDF Wissen – Wollhandkrabben invasive Art

Der Fischereiverein Delmenhorst hat das Institut zum Ochtum-Sperrwerk eingeladen, um die Möglichkeit einer ähnlichen Maßnahme, dort vor Ort, zu besprechen. Ziel ist es für uns, die Zu- und Abwanderung der Wollhandkrabbe in die Ochtum und das angrenzende Flusssystem zu verhindern. Da die Wollhandkrabbe, um sich zu reproduzieren, in die salzhaltige Nordsee abwandert und die Jungtiere dann wieder in die Flusssysteme aufsteigen, könnte mit dieser Maßnahme eine extreme Dezimierung erreicht werden.

Zusammen mit unseren Gewässerwarten haben wir gute Gespräche geführt. Nun wird geprüft, ob es eine Möglichkeit gibt, dieses zu realisieren. Parallel werden in diesem Sommer, durch das Alfred Wegener Institut, Bestandsaufnahmen der Wollhandkrabbe am Ochtum Altarm durchgeführt und es wird geprüft, eine Sperre an der Delme-Mündung zur Ochtum einzubauen, um das System im kleineren Rahmen zu testen. „Wir sagen der Wollhandkrabbe den Kampf an!“ ….und halten Euch weiter auf dem Laufenden.

Petri

Markierungen der Hochschule Bremen in unseren Fließgewässern

Solltet ihr in den nächsten Tagen in unseren Fließgewässern, wie zum Beispiel der Delme, Welse oder Dummbäke, unterwegs sein und grüne Stangen mit HSB-Logo sehen, dieses sind, in Absprache mit uns und der Stadt Delmenhorst, von der Hochschule Bremen markierte Laichhügel. Hier werden in den kommenden 2 Monaten verschiedene Umweltparameter untersucht. Unter anderem die Strömungsgeschwindigkeit, der Sauerstoffgehalt in der fließenden Welle und im Interstitial. Ziel dieses Projektes ist es herauszufinden, ob sich die naturverlaichten Eier der Salmoniden so weit entwickeln, dass erfolgreich Larven schlüpfen. Das Ganze steht unter dem Projektnamen „WeserLachs“ und wird auch am 31. Januar 2026 in einem Workshop in der Hochschule Bremen vorgestellt.

Erste Sitzung der Ochtum-Stiftung am 17.12.2025

Foto von Henning Stilke

Die Stiftung „Natur- und Gewässerlandschaft Ochtum“ wurde gemeinsam vom Flughafen Bremen mit dem Angelfischerverband Weser-Ems, sowie dem Fischereiverein Delmenhorst und dem Sportfischerverein Bremen-Stuhr, ins Leben gerufen, um die Gewässer und Landschaft im Bereich der Ochtum zu fördern und biologisch aufzuwerten. Zu diesem Zweck wurden der Stiftung vom Flughafen finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt.

Die erste Sitzung fand am 17. Dezember 2025 in der Geschäftsstelle des Fischereiverein Delmenhorst statt. Neben der personellen Gestaltung der Stiftungsgremien stand die Besprechung von möglichen Renaturierungprojekten im Bereich der Ochtum auf dem Programm.